Die Planung des Hängesekretärs

Die Planung des Hängesekretärs ist fertig. Die Skizze habe ich wie gewohnt mit SketchUp erstellt. Mit der Planung war ich länger beschäftigt als gedacht, weil ich ca. drei Mal den Entwurf verworfen und neu angefangen habe. Diese Skizze sieht der anfänglichen Zeichnung sieht ziemlich ähnlich. Hätte ich nicht gedacht. Weitere Änderungen werden vermutlich spontan im Baumarkt entstehen, wenn ich das Holz kaufe.

Hängesekretär

 

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lena

27 Comments

meinliebesfrollein

Eine hübsche Idee, die auch noch praktisch ist. Bin gespannt, wie es weiter geht.
Willst Du wirklich Holz aus dem Baumarkt nehmen? Ich habe mich in letzter Zeit oft über die Qualität geärgert. Bretter ungerade oder in sich verdreht. Bei meinen Holzkisten war das nicht so wichtig, aber für Dein Möbelstück?

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Cyrus

Ich denke mal mit Holz meint sie Leimholz und das ist in der Regel relativ stabil. Wenn sie das Leimholz selbst herstellen will wird sie die einzelnen Bretter abrichten und fügen müssen. Das geht, aber diese Mühe mache ich mir nur wenn es um kleine Projekte geht. Ich erstelle mir dann selbst Leimholz mit 10mm Stärke.

Insgesamt ein schöne Planung und ein schönes Projekt. Zwei Problemstellen fallen mir auf:
1. Wie willst du dieses durchaus schwere Teil an die Wand hängen?
2. Wie soll die Verbindung zwischen der Klappe und dem Korpus gestaltet werden?

Für 1. würde ich Keilleisten empfehlen aber dafür braucht man auf der Rückseite des Korpus Aussparungen für die Leisten. Das müsste dann bei der Skizze und den Maßen berücksichtigt werden.
2. Da man auf dieser Fläche schreiben will werden an dem Scharnier starke Belastungen auftreten. Ich würde da ein solides Stangenscharnier nehmen. Diese Teile halten so ziemlich alles.

Viel Erfolg!

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lena

Nein Leimholz möchte ich noch nicht selbst herstellen, ich habe keine Erfahrung damit. Vielleicht später Mal. 😉

1. Gut, dass du das schreibst, ursprünglich wollte ich Keilleisten als Wandhalterung reinmachen und habe es bei der Planung vollkommen vergessen. Das muss ich dringend berücksichtigen, bevor ich mit meiner Skizze Holz kaufen fahre.

2. Für die Klappe habe ich einen Klappenhalter und ein Stangenscharnier, das ist genauso breit wie die Klappe. Eigentlich wollte ich zwei Klappenhalter anbringen, aber Mutti möchte sich auch seitlich an den Sekretär setzen, dann würde ein Klappenhalter stören. Ich bin mir aber unschlüssig, ob ein Klappenhalter ausreichen würde. Für den Klappenhalter an der linken Seite muss ich etwas aus dem Regalboden raussparen (das ist nicht auf der Skizze drauf). Für den zweiten wäre auch im worst case kein Platz.

Cyrus

Mit nur einem Klappenhalter dürfte es zu Problemen kommen da die Kräfte ungleichmäßig verteilt werden. Das Stangenscharnier dürfte dem Standhalten bei der Schreibfläche wäre ich mir da auf Dauer nicht so sicher. Ich würde befürchten dass sich das Brett verbiegt oder gar die Verleimung des Leimholzes nachgibt.

Wie wäre es unter dem Korpus zwei Bretter anzubringen die sich wie bei Ausziehtischen herausdrehen lassen um die Tischplatte zu stützen?

lena

Dann muss der zweite Klappenhalter her, wobei das auch keine Garantie ist, dass die Verleimung des Leimholzes nicht nachgibt. So ein herausschiebbares Brett würde nicht schaden, gegebenfalls kann ich das auch nachträglich anbringen.

Cyrus

Die Verleimung des Leimholzes sollte eigentlich kein Problem darstellen. Bei einem kurzen Stück kann es schonmal sein dass die Verleimung schlecht ist, auf der ganzen Länge habe ich das selbst bei reudigem Baumarktleimholz noch nicht erlebt. Außerdem fixierst du ja die Seitenteile, ich denke mal mit Pocketholes mit dem Rest des Korpus. Da sollte halten! Wenn doch irgendwo die Verleimung nachgeben sollte dürfte das nicht schnell passieren also sollte noch genug Zeit da sein die Sache mit Leim und Schraubzwingen in den Griff zu bekommen.

Was meinen Stabilisierungsvorschlag angeht: Ich meinte eine Blende unter dem Korpus. Diese wird nur mit einer einzigen sehr langen Schraube durch den Unterboden in die mittlere Trennwand geschraubt. Ich würde dafür die längste Schraube nehmen die mein Schrauber schafft. Wenn man das Loch durch die Blende gross genug macht und Unterlegscheiben anbringt sollte man diese Blende dann herausdrehen können. um die Tischplatte stabil zu halten.

Jetzt wo ich darüber nachdenke fände ich es aber ziemlich nervig jedes mal die Blende herauszudrehen wenn ich diesen Hängesekretär nutzen möchte. Du kannst ja an einer Seite eine Kette zum halten anbringen und die Blende nur benutzen wenn deine Mutter da ist und du die Kette aushängst damit deine Mutter mit am Tisch sitzen kann. Nicht sehr elegant so mit Klappenhalter an einer Seite und Kette auf der anderen aber Möbel sind in erster Linie zum benutzen da.

lena

Ich probiere erst den einfachen Weg, sollte ich die Verleimung nicht halten, dann kann ich auch eine Kette oder Blende anbringen.

lena

Die Baumarktqualität finde ich auch nicht so toll, ich muss immer sehr lange rumwühlen bis ich was Gerades gefunden habe. Holzhandel ist oft etwas kritisch, weil ich gerade noch 2,5 m lange Bretter ins Auto bekomme. Hat du vielleicht Ideen für mich wo ich nach gutem Holz Ausschau halten kann?

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Cyrus

Wenn ich Holzbretter kaufen gehe habe ich mittlerweile immer meine Säge dabei. Das ist zwar manchmal etwas anstrengend aber immer noch besser als ewig beim Zuschnitt zu warten. Wenn der frei ist spare ich mir natürlich die Mühe. Sieht halt immer ein bissl komisch aus wenn ich auf dem Parkplatz meine Säge auspacke.

@Krumme Bretter: Das ist tatsächlich ein Problem aber dem kann man mit einem einfachen Handhobel beikommen. Es ist bei weitem nicht soviel arbeit wie man denkt weil Bretter meistens garnicht alle gleichdick sein müssen. Ein paarmal von beiden Seiten mit dem Hobel bearbeitet und schon ist aus einem fast unbrauchbaren Brett ein brauchbares geworden. Ich weiß, die Handwerkzeuge sind ein wenig abschreckend aber solange man keine Abrichte und Dickenhobel hat, die einzige echte Alternative.

lena

Also eine eigene Säge mitnehmen, ist eigentlich eine klasse Idee. Du nimmst dafür eine Handsäge?

Beim Hobeln habe ich bisher nur zugesehen 😉 Ich muss endlich selber mal machen.

Cyrus

Ja, eine ganz normale japanische Handsäge. An das schärfen von europäischen Sägen traue ich mich nicht heran. Man bekommt halt komische Blicke auf dem Baumarktparkplatz zugeworfen, aber ich werde zu alt um eine Stunde meines Lebens in der Schlange des Zuschnitts zu verbingen nur um 3 Leisten so abzulängen damit sie in mein Auto passen.

Wenn ich selbst so lese was ich über Handwerkzeuge geschrieben habe könnte man den Eindruck gewinnen das ich so Handwerkzeugcrack bin. Dem ist nicht so! Ich selbst habe erst vor wenigen Monaten damit angefangen diese ernsthaft zu benutzen. Meinen No.4 habe ich erst seit 3 Monaten aber er hat in dieser Zeit praktisch alles geändert. Der kauf meines No.5 folgt in kürze. Davor hatte ich nur einen Blockhobel aber auch der hat mir so manches mal geholfen (Fügen mit dem Blockhobel ist ein Abenteuer). Das Problem mit Handwerkzeugen ist, dass man eine relativ hohe Anschaffung tätigen muss nur um sie zu schärfen.

lena

Ach ich finde das gar nicht so schlimm auf dem Parkplatz zu sägen. Ich habe das zwar noch nie gesehen, würde das aber machen. Hier in Hamburg kostet ein einziger Schnitt drei Euro, so viel sind die Holzbalken gar nicht mal wert. Ich weiß nicht, ob das normal ist, aber als ich in einer viel kleineren Stadt gelebt habe, kostete der Zuschnitt gar nichts.

Ich kann genau nachvollziehen, dass man immer mehr (Hand-)Werkzeuge ansammelt. Ich habe früher alles von meinem Vater genutzt und habe vor etwas mehr als einem Jahr bei Null angeganfangen.

Cyrus

Holla! 3,-€ pro Schnitt nicht schlecht. Also bei mir in Mainz/Wiesbaden kostet der Zuschnitt nichts. Trotzdem habe ich oft keine Lust ewig in der Schlange zu stehen. Bei 3,-€ pro Schnitt lohnt es sich sogar sich eine richtig gute Handsäge zu holen. Meine beiden haben zusammen 60,-€ gekostet das hättest du nach 20 Schnitten wieder drin und eben 2 Sägen dazu. Es gibt natürlich deutlich bessere Sägen aber ich war mir damals nicht sicher ob das etwas für mich ist.

lena

Ich habe mir eine japanische Säge auf meine Wunschliste gesetzt. Lohnen würde sich das auf jeden Fall für mich. 🙂

meinliebesfrollein

Den Holzhandel hätte ich Dir auch vorgeschlagen. Aber das die Geld nehmen für den Zuschnitt, habe ich noch nie gehört. Für Fremdware ja, aber nicht für die Bretter, die man dort kauft. Das macht ja selbst der Obi.
Für einen „Augenaufschlag“ bieten die Herren sogar den Transport ins Auto an.
Bin da echt überrascht.

Artur

Hui, das sieht ja richtig kompliziert aus. Würde mich auch interessieren, ob du Brettschichtholz, (beschichtete) Spanplatten oder anderes Holz verwenden willst. Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Erfolg mit dem Projekt und freue mich über weitere Meldungen zum aktuellen Verlauf.

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lena

Spanplatten kann ich schon ausschließen. Ich denke das wird eher auf Brettschichtholz o. ä. hinauslaufen.

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Alexander

Aloha,

ja das sieht echt gut aus. Und ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht- und wie oft Du die Planung nochmal überarbeitest. Das Ding wird bestimmt sehr schwer und wuchtig…

Möglicherweise müssen wir uns mal mit dem ganzen Thema des Materialbeschaffens näher auseinandersetzen. Bislang war auch immer der Baumarkt unser Markt der Wahl. Möglicherweise gibt es alternativen, bei denen gute Qualität zu erschwinglichen Preisen zu bekommen ist. Und über Verbundmaterialien wie Leimholz haben wir bislang eigentlich noch nie ernsthaft gesprochen… Hmmmmmmmmmmmmmm… 🙂

Hey das Thema macht auch mir langsam wirklich sehr viel Spaß 😉

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lena

Die Plaunung wird sich auf jeden Fall ändern 😉

Das hoffe ich auch, dass dir das Thema viel Spaß macht 😀

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Alexander

Ich bin fest davon überzeugt, dass der Spaßfaktor sich noch erhöht. Alles was wir zusammen machen, macht Spaß. 😀

Marc

Ich glaube auch, dass – speziell mit Leimholz – die Konstruktion sehr schwer wird. Wenn ich an das Gewicht eines einfachen Brettes denke, allein mit 150 x 1000 mm, dann schwant mir bei diesem Sekretär Übles. Wenn das so also nicht klappen würde, könnte man ja zumindest vorn zwei Beine anbringen.

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Cyrus

Wenn die Wand etwas taugt sollte es bei einer Aufhängung keine Probleme geben. Keilleisten sind ein außerordentlich stabiler und einfacher Weg etwas an die Wand zu hängen.

Das Gewicht von Leimholz kann sehr unterschiedlich ausfallen. Ein 19mm Fichtenleimholz dürfte fast leichter sein als 12mm Multiplex. Bei Buchenleimholz ändert sich das dramatisch.

Ich habe mir eben die Konstruktion nochmal genauer angeschaut. Vorrausgesetzt die Wand macht das mit und die Keilleiste ist so am Korpus befestigt dass die Kräfte vernünftig verteilt werden sehe ich absolut keine Probleme bei einer Aufhängung. Der Korpus wird durch die zahlreichen Querverstrebungen sehr steif werden. Wenn die Etagen festgeschraubt und nicht einfach nur eingelegt werden, kann man sich in das Teil wahrscheinlich sogar reinsetzen.

@Marc: Ich unterschätze auch immer wieder die Stabilität von Holz. Dadurch sind einige meiner früheren Projekte sehr viel schwerer geworden als nötig. Mein selbst hergestelltes 10mm Kiefernleimholz ist mehr als genug für eine solide Truhe auf der man stehen kann. Auf meiner 10mm Buchensperrholz Kiste turne ich regelmäßig herum um an das Regal darüber zu kommen. Die Kiste lächelt nicht einmal müde, und ich bin nun wirklich kein Leichtgewicht.

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Marc

In der Tat geht mir das oft so – Meine Frau bemängelt auch immer, dass ich zu stabil baue 🙂

lena

Das sind schon mal interessante Hinweise für mich. Ich glaube ich habe mich jetzt für Kiefernleimholz entschieden. 🙂

Da die Wand, auf die der Sekretär kommt, richtig stabil ist, mache ich mir nicht so viele Gedanken wegen dem Gewicht.

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