Holzverbindungen I

Bevor es mit meinem Hängesekretär weiter geht, habe ich mir vorgenommen einige interessante Arten der Holzverbindungen auszuprobieren. Das wird eine kleine Serie, ich werde verschiedene Verfahren testen, um herauszufinden womit ich am besten arbeiten kann und was mir am Ende gefällt. Mein Übungsholz ist ein einfaches Kiefernholz, damit baue ich kleine identische Aufbewahrungsboxen.

Heute zeige ich meine Ergebnisse einer „sichtbaren“ Holzverbindungsart mit einem Dübel aus 6 mm Buchenrundstab. Ich hatte anfangs bedenken, ob ich frei aus der Hand gerade Löcher bohren kann. Das ging jedoch ziemlich gut, ich habe die beiden Holzer an der Kante zusammengelegt und komplett durchgebohrt. Selbst wenn die Bohrungen nicht 100-prozentig senkrecht sind, ist es egal, optisch sieht das Ergebnis einwandfrei aus.

Beim Zusammenbauen ist mir ein Missgeschick passiert, beim Reinhämmern der Dübel ist auf einer Seite das Holz rausgebrochen. Das ist auf dem Bild rechts zusehen:

Beim Verleimen konnte ich das noch an die richtige Stelle drücken, bisschen doof ist es schon. Insgesamt waren von 12 Dübel 3 rausgebrochen.

Box am trocknen

Zum Kürzen der Dübel kam meine tolle Japan säge zum Einsatz. Und zum Schluss habe ich mit einem Stechbeitel den Dübel mit dem Holzbrett auf eine Ebene gebracht.

Leider sind nicht alle Seiten gut gelungen. Bei zwei Holzverbindungen passten die Bretter perfekt auf einander und bei zwei anderen sind sie leider etwas windschief, wie man das auf dem Bild rechts sehen kann:

Beim Bohren war eigentlich alles noch gerade, irgendwann muss sich beim Verleimen diese Verschiebung eingeschlichen haben.

Die nächste Box werde ich auch mit dem Buchenrundstab zusammenbauen, jedoch werde ich beim Verleimen nicht die Zangen nehmen, sondern die Box zuerst verschrauben.

Die Anregungen zu dieser Holzverbindung habe ich von hier https://www.youtube.com/watch?v=vCeO4psh_Oc (Danke Cyrus!)

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lena

13 Comments

lena

Danke für den Tipp. Mit dem Winkelspanner wäre das vermutlich nicht so schief geworden. Das probiere ich auch mal aus.

So wie es aussieht, werde ich mich zum Thema Flachdübel auch langsam auch herantasten. Zumindest das was ich bisher in den YouTube-Videos gesehen habe, sah ziemlich einfach aus.

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Marc

Oder die Gegenstücke von Wolfcraft – Kann ich nur empfehlen. Die Sache hier mit den sichtbaren Runddübeln gefällt mir sehr. Das geht gut als Gestaltungselement durch, wenn es glatt geschliffen ist – Und keinen Versatz hat 🙂 Allerdings hätte man den auch mit dem Multitool wegsägen oder abschleifen können.

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Wolfram

So ein Teil von Wolfcraft habe ich auch, aber für den Möbelbau ist es IMHO zu sperrig. Da ist das Produkt von Bessey viel handlicher.

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Wolfram

Nein, da reicht schon eine normale Schubladenöffnung mit Riegel im Korpus und man kann das Ding nicht verwenden. Für grosse Ecken an den Seitenteilen geht es schon, aber es gibt eben viele andere Situationen da kommt es an Seine Grenzen.

Marc

Ich habe im Baumarkt die Spanner von Bessey gesehen. Die machen tatsächlich einen guten Eindruck. Den Vorteil, den die von Wolfcraft bieten, ist, dass man dort breitere Werkstücke einspannen kann – Sofern notwendig 🙂

lena

Die Dübel und Kanten werde ich später nochmal abschleifen, wenn ich etwas mehr Boxen zusammengebaut habe. 🙂
Ja und ich finde auch, dass die Runddübel ganz gut aussehen, das hat was…

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Marcus

Super Serie ! Holzverbindungen gehören für mich zum schlimmsten überhaupt… Hast du die Dübel einzeln durch das erste Brett geschlagen? Wenn du die Bretter gleich fest zusammengespannt gehabt hättest dürfte das nicht passieren, oder ?

Beim „windschiefen“ Brett, ist das das Brett einfach schief montiert, oder hat es sich verdreht ? Ich würde den Überstand wegschleifen.

Wie gesagt, ich bin gespannt auf die weiteren Teile der Serie. Ich mache ja eher grobe Holzarbeiten, aber egal ob grob oder fein, Holzverbindungen sind immer eine Herausforderung für den Laien. Vielleicht hab ich dieses Trauma aber auch, weil wir in der Schule mal so eine Kiste mit Verzahnung machen mussten…..

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lena

Genau, ich hatte die Dübel einzeln „vorgehämmert“, das lag eher an mangelnder Befestigungsmöglichkeit. Wenn man die beiden Bretter mit der Zange fixiert, dann wird das etwas unhandlich. Eigentlich brauche ich eine bessere Werkbank, oder gute Winkelspanner. Wobei ich letztere bald testen möchte.

Warum einige kannten schief geworden sind, kann ich nicht genau sagen, am wahrscheinlichsten ist es, dass es mir bereits beim bohren abgerutscht ist.

Ich hatte in der Schule auch Werken, aber wir haben Autos aus Holz geschnitzt 🙂

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Dominik

Hallo Lena,
von WolfCraft gibt es eine einfache Dübelhilfe. Die ist erstmal wesentlich kostengünstiger wie eine Lamellomaschine. Desweiteren gibt es in jedem Baumarkt Metallknöpfe mit in den gängigen Größen 6-10mm (evtl. auch mal im Internet nach 4mm schauen). Die steckst du in die entsprechend vorgebohrten Löcher und drückst das Gegenstück drauf. Sehr einfach, unkompliziert und günstig.
Schönen Gruß,
Dominik

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Ricc

Ist vielleicht nicht die optisch schönste Methode sichtbar zu dübeln, mache ich aber auch oft so. 😉
Geht einfacher und mit meiner Dübellehre bekomme ich es nicht besser hin.

Gruß Ricc

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