Holzverbindungen IV: Flachdübel und eine Oberfräse

Eine stabile Holzverbindung bekommt man gut mit Flachdübel hin. Da ich keine Flachdübelfräse besitze und aktuell keine kaufen möchte, habe ich eine einfache Oberfräse mit passenden Fräsköpfen genommen.

Die Flachdübel gibt es im Handel in verschiedenen Größen und einer einheitlichen Stärke von 4 mm zu kaufen. Ich habe für die Oberfräse einen Nutfräser und einen Scheibennutfräser jeweils in 4 mm zugelegt.

Fräse

Ich habe die Nuten vorher millimetergenau vorgezeichnet, das erfordert Zeit und Geduld. Mit einer Flachdübelfräse wäre das logischerweise wesentlich schneller gegangen (so schätze ich, ich habe noch nie mit einer Flachdübelfräse gearbeitet). Vom Aufwand halte ich das schon etwas grenzwertig, das Messen ist etwas nervig, aber das Fräsen macht Spaß. Für größere Arbeiten mit den Flachdübeln würde mich das schon etwas Überwindung kosten, weil mich das Abmessen irgendwann langweilen würde. Und wenn es mir langweilig wird, dann schmeiße ich es eh hin und dann liegt das Monate lang und wird nie fertig. Das kenne ich von mir. 😉

Flachdübel

Die nächsten Schritte gingen sehr schnell. Alles verleimen zusammenstecken und festspannen. Kurz nach dem Zusammenstecken sitzen die Verbindungen nicht so stramm wie mit einfachen Runddübeln, somit konnte ich die Holzverbindungen an die richtigen Stellen justieren. Nach dem trocknen des Holzleimes war alles super fest.

Die Kanten liegen perfekt auf einander, das hätte ich nicht gedacht. Ich bin zufrieden, es geht nicht leicht von der Hand und erfordert sauberes Messen, aber es funktioniert.

Holzverbindung mit Flachdübel

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lena

10 Comments

meinliebesfrollein

Lamellos….ich liebe diese Flachdübel. Ich bewundere Deine Ausdauer. Mit Fräse wäre es ein Kinderspiel gewesen.
Ich mag Lamellos auch lieber als Runddübel. Man hat mehr Spielraum, um zu justieren.
Was hast du da denn Schönes zusammen gewerkelt? Kiste?
LG
Stine

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lena

Ja das ist eine Kiste, ich werde die später noch „hübsch“ machen 🙂
Die kommt dann in die Küche.

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Wolfram

Ich habe anfangs auch mit der Oberfräse die Schlitze für Flachdübel gemacht, aber beim ersten größeren Projekt habe ich mir dann die Flachdübelfräse gegönnt. Damit geht es schneller und vor allem nochmal genauer…

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Blogrundschau Holz Technik 37/2014 - Heimwerker-Blog

[…] Liebe Kosmonautin, ich muss mich bei Dir entschuldigen. Für meine Blogrundschau habe ich mir zwei Listen angelegt. Zum einen die Bastel- und Gartenblogs und zum anderen die Holz- und Technikblogs. Bisher lag Dein Blog bei den Bastlern, was aber nie so richtig passte. Dadurch sind mir in der Rundschau sicher schon einige gute Beiträge durch die Finger geglitten. Deine aktuellen Beiträge zu Holzverbindungen gehören aber eindeutig hier hinein und sollten gezeigt werden. http://kosmonautin.net/2014/09/holzverbindungen-iv-flachduebel-und-eine-oberfraese/ […]

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Oliver

Wenn es dir darum geht einfach mal die Arbeit mit einer Flachdübelfräse zu probieren, leg dir doch die Einhell blau zu. Die kostet schlappe 40€ und man kann mit ihr hinreichend gut arbeiten.
Ich hatte die alte (vor der 2012er Revision), wesentlich schlechtere Version von dem Teil für 25€ in einem baumarkt einfach mitgenommen, nach dem Motto „Wenn sie nichts taugt, schmeiß ich sie halt weg.“ und habe damit schon hunderte Lamellos bequem und sauber verbaut.

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lena

Wenn es darum geht größere Projekte mit Flachdübel umzusetzen, dann würde ich mir auf jeden Fall eine Flachdübelfräse kaufen. Ich glaube da führt kein Weg vorbei, sonst ist es zu viel Arbeit.

Danke für den Tipp, ich schaue es mir an. Ich habe mich noch nicht entschieden welche Fräse ich kaufen möchte 🙂

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Anonymous

„Ich habe die Nuten vorher millimetergenau vorgezeichnet, das erfordert Zeit und Geduld.“

Warum vorzeichnen? Die Oberfräse wird wohl einen Tiefenanschlag mit Arretierung haben: einstellen, der Abstand von Kante zu Nut ist eh immer derselbe los gehts.

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lena

Zumindest beim justieren am ersten Brett finde ich das recht hilfreich, die anderen Bretter macht man so mit.
Aber du hast recht, der geübte braucht auch gar keine Hilfslinie vorzuzeichnen. 😉

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Jens Blohm

Ich bin auch der Flachdübelsucht verfallen. Es ist unglaublich, wie leicht und vor allem schnell man mit diesen Dingern z.B. ein Regal zusammenstecken kann. Respekt, dass du das ohne Flachdübelfräse durchgezogen hast. Der Vorteil der Flachdübelfräse im Vergleich zur Methode mit der Oberfräse ist, dass du das Werkstück nicht zu sehr „schwächst“, da du passgenaue Fräsungen machst.

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