Holzverbindungen VI

Ich hatte hier von einem missglückten Versuch über eine Holzverbindung mit Dübel berichtet. Nun habe ich das Ganze noch Mal wiederholt, jedoch ohne diagonale Dübel.

Es handelt sich um eine sichtbare Holzverbindung mit einem Dübel aus 6 mm Buchenstab. Zum Fixieren habe den Bessey Winkelspanner und Schrauben verwendet. Bei dieser Holzverbindung geht es vor allem darum, ohne Spannzwingen zu arbeiten, wie es zum Beispiel bei großen Möbeln der Fall ist.

Als erstes habe ich Holzleim auf die Holzkanten gebracht und die Kanten mit einem Winkelspanner fixiert. An der oberen und unteren Kante, jeweils eine Schraube angebracht. Ich habe etwas Pappe dazwischen getan, damit es keine Abdrücke von den Schrauben entstehen. Pappe ist aber doch etwas zu wenig, beim nächsten Mal nehme ich dünne Stückchen Holz, weil ich ziemlich aufpassen musste, dass ich doch nicht zu fest anziehe.

 Danach konnte ich die Löcher in der Mitte bohren, verleimen und die Holzdübel einsetzen. Das habe ich an allen Seiten druchgefürht und gut trocknen lassen.

Nach dem Trocknen habe ich die Schrauben wider rausgeschraubt und die Löcher mit einem 6 mm Bohrer gebohrt, anschließend geleimt und ein Dübel eingesetzt. Das ging ohne Probleme, alles blieb währenddessen fest. Nach dem Trocknen habe ich die überstehenden Dübel mit einem Beitel entfernt. Da Ergebnis ist super geworden, die Kanten sitzen so wie ich sie anfangs fixiert habe.

Holzverbindung

So ganz reibungslos, ging dieser Versuch leider nicht. Ich habe zwei Fehler gemacht, einmal habe ich so schief gebohrt, dass ich an der Seite mit dem Bohrer rauskam. Und das andere Mal zu viel Leim benutzt, so dass das Holz aufgeplatzt ist. Für die Zukunft habe ich daraus gelernt 🙂

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lena

11 Comments

Wolfram Herzog

Einfach die Ecke eines Holzes als Orientierungshilfe nehmen, damit ich leichter sehen kann ob der Bohrer senkrecht und im rechten Winkel gehalten wird. Natürlich nicht 100% aber die Löcher sind dann doch deutlich „senkrechter“ als ohne so eine optische Peilhilfe.

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Ricc

Ich dübel auch sehr gerne sichtbar, aber auf die Idee mit zwei Schrauben zu fixieren und dann durch Dübel zu ersetzen, bin ich noch nicht gekommen. Genial.

Gruß Ricc

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Uwe

Das mit den sichtbaren Dübeln gefällt mir auch sehr gut. Deine Technik finde ich super, ich hab bisher immer alles miteinander verbunden und dann gebohrt und zum Schluss alles verleimt. Deine Technik scheint aber einfacher zu sein.

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Cyrus

Huch du warst ja ziemlich fleißig während meiner Abwesenheit!

Es freut mich dass Dir mein Dübelvorschlag gefallen hat und du trotz der ersten schwierigen Versuche dran geblieben bist.

Hier noch ein Tip paar kleinere Tips:

Bohre zunächst mit einem kleineren 2mm Bohrer vor. So bekommst du ein Führungsloch dem der größere Bohrer einfach folgen kann.

Wenn du das größere Loch für den Dübel bohren willst, setze die Spitze des Bohrers so an dass die Schneiden das Holz noch nicht berühren und bringe ihn erst auf maximal Drehzahl. Vorsicht der Bohrer will sich mit Kraft hineinziehen! Einfach langsam den Bohrer seinen Weg durchs Holz schneiden lassen. Das minimiert Ausbrüche meiner Erfahrung nach.

Als letztes hat es sich hilfreich erwiesen die Löcher nicht vertikal zu bohren, sondern horizontal. Das ermöglicht einem Das Brett selbst im Auge zu haben und als Hilfe beim Ausrichten zu nutzen, ausserdem gibt es mehr Kontrolle wenn der Bohrer sich mit Wucht hineinziehen will und Ausbrüche erzeugt.

Ich hoffe das war, wenn auch ein wenig spät trotzdem noch hilfreich.

Frohes Schaffen!

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